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Tag 3 als Text lesen
Rad-Event „Radln durch Tirol“ – Tag 3 (26. Juni 2021)
Etappe: Wattens – Rattenberg – Kundl – Wörgl – Kufstein-Endach (rund 67 km)
Start in Wattens: Um 9:17 Uhr herrschen Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Der dritte Tag unserer Awareness-Aktion beginnt am Busparkplatz beim Riesen in Wattens. Gabi ist auch schon da: Sie ist sehr früh von Innsbruck gestartet, um pünktlich bei uns zu sein – eine gewaltige Leistung. Heute ist wieder eine neue Teilnehmerin dabei. Unsere Helferinnen bereiten schon die Jause vor. Um 10:07 Uhr ist Robert noch in seiner Relax-Phase, dann heißt es: „Auf geht’s, Buam!“ Um 10:13 Uhr starten wir in den dritten und letzten Tag. Schaffen wir die 67 Kilometer? Die Stimmung ist wieder gut, es wird gescherzt und gelacht.
Mittag in Rattenberg: Um 11:10 Uhr liegt schon eine große Strecke hinter uns. Sind wir müde? Nein! Um 11:43 Uhr sind wir in Rattenberg. Zwei zusätzliche Helfer, Paula und Georg, sind schon da – wir haben uns lange nicht gesehen. Die Jause ist eine Spende der Firma EZEB. Dagmar, Heidi, Ingrid und Paula sind ganz in ihrem Element, Hans Peter und Heidi haben für alles bestens gesorgt. Zwei weitere Teilnehmerinnen kommen dazu und werden natürlich auch versorgt. Um 13:50 Uhr merken wir: Die Pause hat länger gedauert als geplant. Wenn wir um 16 Uhr in Kufstein sein wollen, heißt es jetzt „eini treten“.
Grußworte: Bürgermeister Johann Thaler (Gemeinde Reith im Alpbachtal), Bürgermeister Anton Hoflacher (Marktgemeinde Kundl), Bürgermeisterin Hedi Wechner (Stadtgemeinde Wörgl) und Bürgermeister Mag. Martin Krumschnabel (Stadtgemeinde Kufstein) gratulieren zur Aktion. Sie betonen, dass Menschen mit MS in die Mitte der Gesellschaft gehören, danken für das Engagement und wünschen eine unfallfreie Fahrt.
Der Weg nach Kufstein: Um 15:00 Uhr scheint das Ziel noch weit weg, die Müdigkeit und die vielen Kilometer machen sich bemerkbar. Trotzdem hört man frohes Gelächter und anspornende Zurufe. Das macht Radfahren in der Gruppe aus: Niemand wird zurückgelassen. Der Gegenwind verlangt uns alles ab, auch mit E-Antrieb muss man in die Pedale treten. Um 15:45 Uhr haben wir uns verfahren: 300 Meter zurück und rechts abbiegen.
Am Ziel: Um 16:09 Uhr ist Kufstein-Endach in Sicht, die Spannung löst sich. Unter dem Jubel unserer Helferinnen und Helfer kommen wir an: „Alles ist machbar, anders aber durchführbar.“ In der Gruppe lassen wir niemanden allein, wir schauen aufeinander. Wer hätte gedacht, dass Patientinnen und Patienten, Angehörige, Freunde und Bekannte in drei Tagen die rund 190 Kilometer von St. Anton am Arlberg bis Kufstein schaffen? Es gab Bedenken wegen des Uhthoff-Phänomens und wegen Spastik – doch niemand hat geklagt.
Ausklang: Nach einem guten Essen erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine Urkunde. Ursula überrascht alle mit einem Linzer Gebäck in Herzform – Vergelt’s Gott, liebe Ursula!
Dank: Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein herzliches Vergelt’s Gott – wir verneigen uns vor eurer großartigen Leistung. Die Aktion hat gezeigt, wie viel Potenzial durch Bewegung in Menschen mit MS steckt und wie weit man durch die Gruppe kommt. Nicht jeder Mensch mit MS landet im Rollstuhl, und auch wer einen braucht, ist ein vollständiges Mitglied der Gesellschaft. Danke an unsere Sponsoren Getränke Hafele, Hollu und EZEB (Richard Mitterberger) sowie an die Helferinnen und Helfer Dagmar, Heidi, Hans-Peter, Ingrid, Judith, Julia, Georg und Paula.
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